Pädagogisch-jugendpsychiatrische Ambulanz

an der Johann-Christoph-Winters-Schule, Schule für Kranke (SfK) in Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Universität zu Köln (KJP)

Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter gehen oft mit Schulproblemen einher. Ebenso können Schulschwierigkeiten die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Helfen können abgestimmte Maßnahmen aus Medizin, Psychotherapie und Pädagogik. In Köln geschieht dies bei (teil-)stationärer Behandlung in der etablierten Kooperation der  Städtischen Schulen für Kranke und den KJPs der Uniklinik, der Städtischen KJP Köln-Holweide sowie der Tagesklinik Pionierstraße.

Weniger institutionalisiert ist das Zusammenwirken der Fachdisziplinen im ambulanten Vorfeld. Außerdem hindern Schwellenängste die Betroffenen, auf die Hilfsangebote einer Kinder- und Jugendpsychiatrie zuzugehen. Mitunter suchen Eltern Praxen und Beratungsstellen auf, ohne dass es zu einem Zusammenwirken der schulischen, medizinischen und psychologischen Sichtweisen kommt. Schulen ihrerseits sind relativ einflusslos, wenn psychische Probleme zu Tage treten, für die sie nicht Verursacher sind.

An der Nahtstelle von Pädagogik und Psychiatrie setzt die pädagogisch-jugendpsychiatrische Ambulanz an. Sie will niederschwellig, zeitnah und unbürokratisch helfen. Eltern gehen mit ihrem Kind, ggf. begleitet von dessen Lehrerin / Lehrer oder Jugendhelferin / Jugendhelfer, zur Beratung in ein Schulgebäude und nicht in eine Klinik (Akzeptanz und Niederschwelligkeit). Dort besprechen sie mit einer ärztlichen oder psychologischen Fachkraft der Klinik sowie einer Lehrperson der Klinikschule ihr Anliegen. Meist zeichnet sich nach dem Erstgespräch ab, ob weitere Hilfen eher im Rahmen von Schule, Psychotherapie, Medizin oder Jugendhilfe angezeigt sind und ob sie ambulant oder stationär erfolgen sollen. Die Klinikschule vermittelt dem Kollegium der Herkunftsschule die daraus resultierenden Vorschläge.

Das Ambulanzangebot von Städt. Schule für Kranke und Uniklinik versteht sich subsidiär. Vor einem Kontakt sollten andere Beratungsangebote (wie Beratungsstellen, schulpsychol. Dienste, Praxen u.ä.) wahrgenommen worden sein. Die Ambulanz versteht sich auch als Dienstleistung gegenüber Schulen, die als Integrationspartner gebraucht werden, wenn Psychiatrie-Patienten nach der Behandlung den Weg ins Regelschulsystem suchen.

Die Anmeldung erfolgt über das Schulsekretariat der Johann-Christoph-Winters-Schule:

0221 / 403050

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